Die Ode an die Einfalt

Ausgangspunkt dieses Gedichts war die folgende Beobachtung, die ich neulich irgendwo im Internet entdeckte:

When you are dead, you do not know you are dead.
It’s only painful and difficult for others.
The same applies when you are stupid.

Und in der Tat kennen wir sicherlich alle derlei Menschen, die derart beschränkt sind, dass sie in ihrer Beschränktheit gar nicht bemerken, wie beschränkt sie sind. Und nicht zuletzt deshalb sind solche Menschen allzu oft besonders ausgeprägt sorglos und rundum zufrieden, weil sie gar nicht wahrzunehmen in der Lage sind, was sie rund um sich herum mit ihrer Beschränktheit anrichten. All diesen Menschen ist dieses Gedicht gewidmet …

Die Ode an die Einfalt

Hinter einer Stirne Mauer
lebt ein Einzeller ein grauer,
lebt dort ganz mit sich allein,
kennt nur das Alleinesein,

ahnt nicht mal, wie’s einmal wäre,
gäb’s in seiner kleinen Sphäre
der grauen Zellen noch zwei, drei.
Doch es ist ja einerlei,

denn alleine, wie er ist,
weiß er nicht, was er vermisst,
weil er für normal es hält,
dass nur eine Zelle zählt.

Und so bleibt ihm auch auf Dauer,
einsam hinter seiner Mauer,
das Glück der Ahnungslosigkeit beschieden,
einfältig, einsam, doch mit sich selbst zufrieden.

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